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Benedikt-Stattler-Gymnasium
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News 2019

„Süchtig – das passiert mir doch nicht …“BSG-Schüler besuchten die Suchtklinik Maximilianshöhe in Furth im Wald

Je­der Be­su­cher – ob min­der- oder voll­jäh­rig – muss sich zu Be­ginn des Be­suchs ei­nem Al­ko­hol­test un­ter­zie­hen. Die Klink hat ei­ne Null­to­le­ranz­g­ren­ze und schützt so ih­re Pa­ti­en­ten.

Der Ge­dan­ke, selbst in ei­ne Sucht zu rut­schen, ist für vie­le Ju­gend­li­che ab­we­gig. Mit ei­nem „Mir-Pas­siert-Das-Doch-Nich­t“ rü­cken mög­li­che Ge­fah­ren häu­fig in die Fer­ne. Um­so wich­ti­ger ist am Be­ne­dikt-Statt­ler-Gym­na­si­um das The­ma „Sucht­präv­en­ti­on“. Schon in den un­te­ren Jahr­gangs­stu­fen fin­den Vor­trä­ge und Work­shops statt, um die Schü­ler früh für die­ses The­ma zu sen­si­bi­li­sie­ren. Den Höh­e­punkt im Lehr­plan der Selbst- und So­zial­kom­pe­tenz des BSG stellt aber si­cher­lich der Be­such der Sucht­k­li­nik Ma­xi­mi­li­ans­höhe in Furth im Wald dar. Dort wer­den die 10. Kläss­ler di­rekt mit den Fol­gen ei­ner Sucht kon­fron­tiert. Die ge­winn­brin­gen­de Ko­ope­ra­ti­on mit der Ma­xi­mi­li­ans­höhe er­mög­licht den BSG­lern Ge­spräche mit Sucht­kran­ken, die sich ge­ra­de in ei­ner The­ra­pie be­fin­den.

Die Ma­xi­mi­li­ans­höhe ist ein The­ra­pie­zen­trum für psy­cho­so­zia­le Re­ha­bi­li­ta­ti­on. Dort wer­den al­so sucht­kran­ke Men­schen, die zu­g­leich auch an an­de­ren psy­chi­schen Pro­b­le­men lei­den, be­han­delt. Die Kli­nik wird da­für zeit­wei­lig ein Zu­hau­se für die Pa­ti­en­ten. Die Be­trof­fe­nen ver­su­chen mit Hil­fe von Ex­per­ten, Schritt für Schritt von ih­rer Sucht los­zu­kom­men und wie­der in den All­tag zu fin­den.

Die 15- und 16-jäh­ri­gen BSG­ler durf­ten an den Ab­läu­fen in der Kli­nik teil­ha­ben, wur­den in die Kon­ven­tio­nen ein­ge­führt, be­sich­tig­ten das Ge­län­de und die The­ra­pie­ein­rich­tung und tra­fen auch Sucht­kran­ke.

Ge­ra­de der Aus­tausch mit Dro­gen­ab­hän­gi­gen und na­tür­lich de­ren tra­gi­schen Schic­kal­se gin­gen den Schü­l­ern un­ter die Haut. Of­fen gin­gen die Be­trof­fe­nen da­bei mit ih­ren Le­bens­ge­schich­ten und den im­mer kon­k­re­ter wer­den­den Fra­gen der Ju­gend­li­chen um. Es gibt wohl kei­ne bes­se­re Präv­en­ti­on, denn wohl kein Schü­ler konn­te ver­mei­den, sei­ne ei­ge­ne Ein­stel­lung zum Al­ko­hol­kon­sum, zum Rau­chen oder auch wei­te­rem ernst­haft zu re­f­lek­tie­ren und über die mög­li­chen Fol­gen nach­zu­den­ken. Ein gro­ßer Dank gilt des­halb der Kli­nik­lei­tung Frau Brö­ckel­mann und na­tür­lich den Sucht­kran­ken, die mit ih­rer Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft ei­nen mehr als wert­vol­len Bei­trag zur Such­präv­en­ti­on vie­ler Ju­gend­li­cher ge­leis­tet ha­ben.