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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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News 2013

„Was nun, Herr Minister?"BSG-Schüler machen große Politik

Bad Kötz­ting. Wel­che St­ra­te­gi­en hel­fen zur Ver­rin­ge­rung des Ozon­lochs über Aus­tra­li­en? Was kann Nor­da­me­ri­ka ge­gen die il­le­ga­le Zu­wan­de­rung tun? Wie meis­tert Eu­ro­pa die Fi­nanz­kri­se? Die­sen und an­de­ren hoch­ak­tu­el­len Pro­b­le­men un­se­rer Zeit wid­me­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen 10c und 10d des Be­ne­dikt-Statt­ler-Gym­na­si­ums drei Ta­ge lang im ober­baye­ri­schen Wild­bad-Kreuth. Im Rah­men des Plan­spiels „POL&IS“ - kurz für „Po­li­tik und In­ter­na­tio­na­le Si­cher­heit“ - schlüpf­ten sie in die Rol­len füh­r­en­der Po­li­ti­ker be­stimm­ter Welt­re­gio­nen. Ver­t­re­ten im Plan­spiel wa­ren auch Nicht­re­gie­rung­s­or­ga­ni­sa­tio­nen: Schü­le­rin­nen und Schü­ler als Ver­t­re­ter von Green­pe­ace und Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal war­ben für den Schutz der Um­welt und die Ein­hal­tung der Men­schen­rech­te, be­rich­te­ten als Welt­pres­se scho­nungs­los über die Zu­stän­de in man­chen Re­gio­nen und of­fe­rier­ten als Welt­bank Un­ter­stüt­zung bei Fi­nanz­pro­b­le­men. Nicht nur Krea­ti­vi­tät, di­p­lo­ma­ti­sches Fein­ge­fühl und Em­pa­thie­fähig­keit wa­ren al­so not­wen­dig, um die ge­s­tell­ten Auf­ga­ben zu be­wäl­ti­gen, son­dern auch ge­schick­tes Han­deln an der Welt­bör­se, die Aus­ar­bei­tung kurz- und lang­fris­ti­ger Re­gie­rung­s­pro­gram­me und das Sch­lie­ßen von Ver­trä­gen mit an­de­ren Re­gio­nen.

Ei­nen Span­nungs­höh­e­punkt er­reich­te die Si­mu­la­ti­on, als der chi­ne­si­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter bei der UN-Ge­ne­ral­ver­samm­lung des 2. POL&IS-Jah­res ver­kün­de­te, dass sein Land aus den Ve­r­ein­ten Na­tio­nen au­s­t­re­ten wer­de. Dar­auf­hin wur­de im von der UN-Ge­ne­ral­se­k­re­tärin ein­be­ru­fe­nen Si­cher­heits­rat ein Han­del­s­em­bar­go be­sch­los­sen, wes­halb sich Chi­na ge­zwun­gen sah, In­di­en und Ja­pan an­zu­g­rei­fen, um Agrar­zen­t­ren zu er­obern und ein Ver­hun­gern der ei­ge­nen Be­völ­ke­rung zu ver­mei­den. Ein Atom­krieg konn­te nur durch das cou­ra­gier­te Auf­t­re­ten der Staats­mi­nis­ter der wei­te­ren POL&IS-Re­gio­nen und das Ein­len­ken von Chi­na selbst ver­hin­dert wer­den.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ha­ben in die­sem aus­ge­feil­ten Plan­spiel, das von zwei Ju­gen­d­of­fi­zie­ren der Bun­des­wehr be­t­reut und von der Hanns-Sei­del-Stif­tung (In­sti­tut für Po­li­ti­sche Bil­dung) ge­för­dert wird, nicht nur ge­lernt, über mög­li­che Lö­sungs­an­sät­ze glo­ba­ler Pro­b­le­me so­wie die Kon­se­qu­en­zen po­li­ti­scher Ent­schei­dun­gen in­ten­siv nach­zu­den­ken und ei­ge­ne In­ter­es­sen ge­gen die Be­dürf­nis­se der Welt­ge­mein­schaft ab­zu­wä­gen, son­dern auch, sich in kom­ple­xe The­men ein­zu­ar­bei­ten, In­for­ma­tio­nen auf­zu­be­rei­ten und me­dial un­ter­stützt Re­den zu hal­ten.

In der ab­sch­lie­ßen­den Feed­back-Run­de wa­ren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein­hel­lig der Mei­nung, dass die­ses Se­mi­nar ein per­sön­li­cher Ge­winn für je­den Teil­neh­mer ge­we­sen war und al­le ger­ne län­ger die Ge­schi­cke der Welt ge­lenkt hät­ten.