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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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News 2013

Präsentation der P-Seminar-Projekte der Q12 am BSGEngagierte Zwölftklässler stellten ihre Resultate vor

Bad Kötz­ting. Am ges­t­ri­gen Di­ens­tag wur­de den Gym­na­sias­ten der zwölf­ten Jahr­gangs­stu­fe des Be­ne­dikt-Statt­ler-Gym­na­si­ums die Mög­lich­keit ge­ge­ben, ih­re Er­geb­nis­se der P-Se­mi­na­re al­len Schü­le­rin­nen und Schü­l­ern der Ober­stu­fe (Q11 und Q12) vor­zu­s­tel­len. Zur Aus­wahl stand ei­ne bun­te Pa­let­te an Fach­be­rei­chen: „Schü­l­er­recht im All­ta­g“ (Wirt­schaft und Recht, St­Din Bir­git Mai­er), „Di­gi­tal­fo­to­gra­fie Le­bens- und Kun­straum Bad Köt­zin­ger Lan­d“ (Kunst, OStR Alois Öl­lin­ger), „Pla­nung und Rea­li­sie­rung ei­nes Wald­lehrpfa­des in Bad Kötz­ting“ (Bio­lo­gie, StR Franz Kraus), „Pa­ris – vil­le lu­miè­re – 6e ar­ron­dis­se­men­t“ (Fran­zö­sisch, OStR Wal­ter Sch­mid) und „Um­welt baut Brü­cken“ (Deutsch, OStD Gün­t­her Roith).

Ei­ne Be­son­der­heit der baye­ri­schen Ober­stu­fe am Gym­na­si­um sind die bei­den Se­mi­na­re, die die Schü­ler über drei Aus­bil­dungs­ab­schnit­te hin­weg be­le­gen. Durch au­ßer­schu­li­sche Kon­tak­te bie­ten ih­nen die Se­mi­na­re Ein­bli­cke in die wis­sen­schaft­li­che und be­ruf­li­che Pra­xis und er­mög­li­chen ih­nen ei­ne um­fas­sen­de Stu­di­en- und Be­rufs­o­ri­en­tie­rung. So gibt es zum ei­nen ein Wis­sen­schafts­pro­pä­deu­ti­sches Se­mi­nar. Hier steht wis­sen­schafts­o­ri­en­tier­tes Ar­bei­ten im Mit­tel­punkt und es wer­den Fach- und Me­tho­den­kom­pe­ten­zen für ein Hoch­schul­stu­di­um er­wor­ben. Zu­dem muss je­der Gym­na­siast im Lau­fe des W-Se­mi­nars ei­ne Se­minar­ar­beit an­fer­ti­gen. Über­dies hin­aus wäh­len die Schü­ler noch ein Pro­jekt-Se­mi­nar zur Stu­di­en- und Be­rufs­o­ri­en­tie­rung, bei dem es um­pra­xis­o­ri­en­tier­tes Ar­bei­ten geht. Der Fo­kus liegt hier vor al­lem dar­auf, dass die Ju­gend­li­chen Kom­pe­ten­zen für ih­re be­ruf­li­che Lauf­bahn er­wer­ben. Da­he­r­er­s­tel­len die Se­min­ar­teil­neh­mer im Kon­takt mit der Ar­beits­welt ein Pro­jekt und ar­bei­ten in ho­hem Ma­ße ei­gen­ver­ant­wort­lich und selbst­stän­dig. Die be­t­reu­en­de Lehr­kraft ist Fach- und Me­tho­den­ex­per­te und steht beim Ar­beit­s­pro­zess le­dig­lich be­g­lei­tend zur Sei­te. Gleich zu Be­ginn der Jahr­gangs­stu­fe 11 ab­sol­vie­ren die Bad Kötz­tin­ger Gym­na­sias­ten den ers­ten all­ge­mei­nen Teil des P-Se­mi­nars, bei dem sie in­ten­siv auf das Stu­di­um und den spä­te­ren Be­ruf vor­be­rei­tet wer­den. Au­ßer­dem stel­len sie u. a. ei­ne Be­wer­bungs­map­pe oder ein Port­fo­lio zu­sam­men. Des Wei­te­ren durchlau­fen sie in Wald­mün­chen ein drei­tä­g­i­ges Be­wer­bungs­trai­ning mit Si­mu­la­ti­on ei­nes Be­wer­bungs­ge­spräches und Sp­re­cher­zie­hung.

Im Se­mi­nar „Schü­l­er­recht im All­ta­g“ woll­te man bei­de Be­rei­che des Fa­ches Wirt­schaft und Recht, die Be­triebs­wirt­schaft und das Recht, in ei­nem Pro­dukt ver­knüp­fen. So ent­stand die Idee ei­nes Rechts­rat­ge­bers, der Fäl­le aus dem Schulall­tag auf der Grund­la­ge der ein­schlä­g­i­gen Ge­set­ze löst und in all­ge­mein­ver­ständ­li­cher Wei­se an­hand von Bei­spie­len er­klärt. Um ei­nen Mehr­wert zu schaf­fen, ent­sch­loss man sich, den Rechts­rat­ge­ber mit ei­nem No­tiz­b­lock zu kom­bi­nie­ren und in ei­ner at­trak­ti­ven Ver­pa­ckung an­zu­bie­ten. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler er­ar­bei­te­ten sch­ließ­lich in mühe­vol­ler Klein­ar­beit mit viel per­sön­li­chem En­ga­ge­ment als „Be­triebs­wir­te“, „Ju­ris­ten“ und „De­sig­ner“ oder auch als „Mäd­chen für al­les“ ge­mein­sam mit ih­ren ex­ter­nen Pro­duk­ti­ons- und Ver­trieb­s­part­nern ein re­spek­ta­b­les Pro­dukt. Zu den um­fang­rei­chen Auf­ga­ben der Se­min­ar­teil­neh­mer ge­hör­ten die Ziel­grup­pen­ana­ly­se, die Su­che nach ex­ter­nen Part­nern, die Ak­qui­si­ti­on von In­se­ren­ten, Kal­ku­la­ti­on, Buch­füh­rung, Mar­ke­ting und Ver­trieb. Da­ne­ben stan­den Um­fra­gen, die Aus­wahl re­le­van­ter Fall­bei­spie­le, die Ar­beit mit Ge­set­zes­tex­ten, die Ent­wick­lung und Um­set­zung von Lo­go- und Kon­zept­vor­schlä­gen am PC so­wie die Pro­duk­ti­on in Hand­ar­beit auf der Auf­ga­ben­lis­te der Jung­un­ter­neh­mer.

Das zwei­te P-Se­mi­nar, das sich prä­sen­tier­te, be­schäf­tig­te sich mit dem Kunst- und Le­bens­raum im Köt­zin­ger Land. Rea­li­siert wur­de das Gan­ze mit Di­gi­tal­fo­to­gra­fie und Vi­deo­film. Das Pu­b­li­kum durf­te sich an ei­ner gro­ßen Band­b­rei­te künst­le­risch um­ge­setz­ter In­hal­te er­f­reu­en. Fil­me ent­stan­den zum Bei­spiel im Be­reich der Pro­b­le­ma­ti­ken In­te­g­ra­ti­on und Sui­zid. Ne­ben Kör­per­fo­to­gra­fie do­ku­men­tier­ten Fo­to­st­re­cken das Ge­biet um und auf dem Os­ser und den al­ten Bahn­hof in Mil­tach. Schon vor­ab hat­ten die Se­min­ar­teil­neh­mer ei­ne Ju­bi­läums­aus­stel­lung zum Bad Kötz­tin­ger Pfing­s­tritt in der Kir­chen­burg or­ga­ni­siert.

An­sch­lie­ßend stell­te das P-Se­mi­nar Bio­lo­gie, das es sich zur Auf­ga­be ge­macht hat­te, ak­tu­el­le Sach­ver­hal­te zum The­ma „Um­welt und Wal­d“ so­wohl theo­re­tisch zu er­ar­bei­ten, als auch in die „Pra­xis“ um­zu­set­zen, sei­ne Er­geb­nis­se vor. Ziel war die Er­rich­tung ei­nes in­ter­ak­ti­ven Wald­lehrpfa­des, bei des­sen Nut­zung die Be­su­cher nicht nur über wald­spe­zi­fi­sche The­men in­for­miert, son­dern auch selbst tä­tig wer­den kön­nen. Ne­ben der Kon­zep­ter­stel­lung und Er­ar­bei­tung der Sta­ti­ons­be­sch­rei­bung wur­den Stand­ort­wahl und ers­te Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten im Frei­land noch im Som­mer durch­ge­führt. Ab Sep­tem­ber be­rei­te­ten die Gym­na­sias­ten die aus­ge­such­ten Or­te für die Fer­tig­stel­lung der Lehrpfad­sta­tio­nen vor. Nicht zu ver­ges­sen sei die Ein­be­zie­hung mo­derns­ter In­for­ma­ti­ons­tech­nik in Form der Er­stel­lung ei­nes ei­ge­nen In­ter­ne­t­auf­tritts.

Im P-Se­mi­nar Fran­zö­sisch stand das Li­te­ra­ten- und Künst­ler­vier­tel von Pa­ris, das so­ge­nann­te „6e Ar­ron­dis­se­men­t“, im Mit­tel­punkt der Pro­jekt­ar­beit. Die Schü­ler be­schäf­tig­ten sich mit den be­deu­tends­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten die­ses Be­zirks wie bei­spiels­weise­den „Jar­din du Lu­x­em­bour­g“, welt­be­rühm­te Kir­chen wie die „Sain­te Ch­a­pel­le“, die „Sor­bon­ne“, den Tem­pel der Geis­tes­wis­sen­schaf­ten oder die gro­ßen Ver­kehr­sa­dern, den „Bou­le­vard St. Mi­chel“ und den „Bou­le­vard Saint-Ger­mai­n“. An­sch­lie­ßend setz­ten sich die Schü­ler mit kur­zen Aus­schnit­ten aus be­kann­ten Ro­ma­nen und Thea­ter­stü­cken von Je­an-Paul Sart­re und Al­bert Ca­mus au­s­ein­an­der. Den Höh­e­punkt des Se­mi­nars stell­te si­cher­lich die Se­mi­nar­fahrt nach Pa­ris im Sep­tem­ber 2012 dar. Die Schü­ler muss­ten, aus­ge­stat­tet mit ei­nem Fra­ge­bo­gen, be­stimm­te Auf­ga­ben er­le­di­gen, wo­bei sie sich mit Hil­fe des Me­tro­plans ori­en­tier­ten und ge­zwun­gen wa­ren, mit den „Pa­ri­gots“, den Ein­woh­nern von Pa­ris, Ge­spräche zu füh­ren. Nach­dem die Pro­jekt­ar­beit be­en­det war, blieb noch viel Zeit, Pa­ris auf ei­ge­ne Faust zu er­kun­den und so ein an­de­res, dem ge­mei­nen Tou­ris­ten un­be­kann­tes Pa­ris ken­nen­zu­ler­nen.

Den Ab­schluss bil­de­te das P-Se­mi­nar Deutsch mit dem The­ma „Um­welt baut Brü­cken“, das ein­ge­bet­tet war in ein Pro­jekt der Deut­schen Bun­des­s­tif­tung Um­welt und des IZOP-In­sti­tuts un­ter der Schirm­herr­schaft des Bun­des­prä­si­den­ten. Der Schwer­punkt lag hier auf wich­ti­gen Ele­men­ten jour­na­lis­ti­scher Ar­beit, wes­we­gen je­de der teil­neh­men­den Schu­len ei­ne Zei­tung als Part­ner hat­te. Zie­le des Se­mi­nars wa­ren: In­ter­kul­tu­rel­le Kom­pe­tenz durch per­sön­li­che Be­geg­nun­gen, Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung durch jour­na­lis­ti­sche Re­cher­chen so­wie Me­di­en­kom­pe­tenz und Le­se­för­de­rung durch Zei­tungs­le­sen. Ein Groß­teil des Pro­gramms wur­de ge­mein­sam mit dem Bud­a­pes­ter Part­n­er­gym­na­si­um, der Tre­fort Ágos­ton Gya­kor­lóis­ko­la, ab­sol­viert. Da hier auch der in­ter­kul­tu­rel­le Dia­log im Mit­tel­punkt steht, fan­den Be­geg­nun­gen zwi­schen den baye­ri­schen und un­ga­ri­schen Schü­l­ern im Ok­tober 2011 in St. Ma­ri­en­thal, an der pol­ni­schen Gren­ze, im März 2012 in Bud­a­pest und sch­ließ­lich an Pfings­ten 2012 in Bad Kötz­ting statt. Be­son­ders wich­tig war hier­bei, viel über die Kul­tur des je­wei­li­gen Lan­des zu er­fah­ren und wäh­rend des Au­f­ent­halts mög­lichst vie­le ge­winn­brin­gen­de Re­cher­che­ar­bei­ten durch­zu­füh­ren.