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Benedikt-Stattler-Gymnasium
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Aktuelles 2019

BSGler lernen viereinhalb bayerische Könige und Bayerns Exportschlager im 19. Jahrhundert kennenMuseumstag führt die siebten und achten Klassen ins Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg

Der Löw­en­bräu-Löwe be­grüß­te die BSG­ler im Haus der Baye­ri­schen Ge­schich­te.

Be­tritt man das Foy­er des neu­en Re­gens­bur­ger Mu­se­ums wird man sti­l­echt vom Löw­en­bräu-Löw­en, der einst auf dem Ok­tober­fest sei­ne Hei­mat hat­te, be­grüßt. Schon hier ver­mit­telt das Haus, das Tra­di­ti­on und Mo­der­ne ge­n­au­so ve­r­eint wie der Frei­staat selbst, die be­son­de­re baye­ri­sche Iden­ti­tät. Und ge­nau dar­um geht es auch in der Dau­er­aus­stel­lung, die den Be­su­cher durch die mal mehr, mal we­ni­ger schil­lern­de Ge­schich­te Bay­erns vom Kö­n­ig­reich durch Na­po­le­ons Gna­den bis heu­te führt.

Auch wenn Bay­ern na­tür­lich ab 1806 ein Kö­n­ig­reich war, so un­ter­warf sich Kö­n­ig Ma­xi­mi­li­an I. Jo­seph schon früh ei­ner Ver­fas­sung, wäh­rend an­ders­wo – et­wa in Preu­ßen oder Ös­t­er­reich – die Kö­n­i­ge noch weit­ge­hend ab­so­lut herrsch­ten. Vi­el­leicht stand auch des­halb die baye­ri­sche Be­völ­ke­rung hin­ter ih­ren Staats­ober­häup­tern. Selbst Lud­wig II. ver­zieh man sei­ne Ver­schwen­dungs­sucht und be­wun­der­te eher sei­ne Prunk­bau­ten, als dass man sie ver­ur­teil­te. Vie­r­ein­halb Kö­n­i­ge sind im Mu­se­um auf Lein­wand aus­ge­s­tellt – vier ganz groß und ei­ner klein – und wei­sen den Be­su­chern den Weg. Vie­r­ein­halb sind es des­halb, weil von den of­fi­zi­ell sechs Re­gen­ten le­dig­lich vier meh­re­re Jah­re und selbst­stän­dig ge­herrscht ha­ben.

Vie­les er­fuh­ren die Schü­ler über die Ei­gen­hei­ten, Er­run­gen­schaf­ten und Ste­ckenp­fer­de der Kö­n­i­ge. Doch auch die im 19. Jahr­hun­dert lang­sam er­star­ken­de baye­ri­sche Wirt­schaft konn­te ex­em­pla­risch an so man­chen Ex­po­na­ten be­sta­unt wer­den. Der ers­te Kühl­schrank oder der ers­te Mäh­d­re­scher stam­men aus Bay­ern. Zu Wel­truhm ge­lang­te aber auch das Sch­lier­se­er Bau­ern­thea­ter, das auf gro­ßer USA-Tournee in den be­kann­tes­ten Häu­s­ern vor dem be­geis­ter­ten ame­ri­ka­ni­schen Pu­b­li­kum spiel­te.

Die be­son­de­re Iden­ti­tät der Bay­ern, aber auch ih­re Wel­t­of­fen­heit und To­le­ranz ge­gen­über Frem­den und Neu­em, die sich bis ins Hier und Jetzt er­hal­ten ha­ben, wur­den den Schü­l­ern ein­mal mehr deut­lich. Sich die ei­ge­ne Her­kunft und Wur­zeln zu ver­ge­gen­wär­ti­gen und dar­aus Schlüs­se für ei­nen be­wuss­ten Um­gang mit un­se­ren heu­ti­gen, oft für selbst­ver­ständ­lich er­ach­te­ten Frei­hei­ten zu zie­hen, un­ter­stützt auch der Land­kreis Cham, in­dem er Pro­jek­te zur För­de­rung von To­le­ranz und De­mo­k­ra­tie fi­nan­zi­ell be­zu­schusst.

Ne­ben der be­ein­dru­cken­den Dau­er­aus­stel­lung hat­ten die Schü­ler zu­dem Ge­le­gen­heit, die Lan­des­aus­stel­lung „100 Schät­ze aus 1000 Jah­ren“ zu be­su­chen. Dort wird der Fo­kus auf die Dar­stel­lung von Ge­schich­ten von Men­schen aus al­len ge­sell­schaft­li­chen Schich­ten ge­legt. Wie schon in der Dau­er­aus­stel­lung wird deut­lich, dass Ge­schich­te nicht nur von den Gro­ßen ge­schrie­ben wird, son­dern im­mer mit den Schick­sa­len der ge­sam­ten Be­völ­ke­rung ver­wo­ben ist. Nicht um­sonst for­dert das Haus der Baye­ri­schen Ge­schich­te sei­ne Be­su­cher auf, ge­schicht­s­träch­ti­ge Ob­jek­te, die bei ih­nen zu Hau­se schlum­mern, dem Mu­se­um zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ge­schich­te ist eben übe­rall.

Auf der Land­kar­te Bay­erns such­ten die BSG­ler na­tür­lich so­fort nach ih­ren Hei­ma­t­or­ten und wel­che Ex­po­na­te von dort dem Mu­se­um zur Ver­fü­gung ste­hen.

Die Schü­ler konn­ten in die Rol­le ei­nes baye­ri­schen Sol­da­ten im na­po­leo­ni­schen Re­gi­ment schlüp­fen. 35 Ki­lo Marsch­ge­päck galt es teils bis nach Russ­land zu tra­gen, um dort sch­lecht aus­ge­rüs­tet ei­ne ver­hee­ren­de Nie­der­la­ge ein­zu­ste­cken.