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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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Aktuelles 2019

Neu-BSGler allein unterwegsEin Bericht der Tutorin Clara Droste (10b) über die Kennenlerntage der Fünftklässler in Furth im Wald

Die ers­te Schul­wo­che am Gym­na­si­um ist für die Fünft­kläss­ler ein gro­ßes, auf­re­gen­des Er­eig­nis. Doch kaum hat man am Wo­che­n­en­de die vie­len neu­en Ein­drü­cke ver­ar­bei­tet, steht in der neu­en Schul­wo­che be­reits das nächs­te gro­ße Event an – die Ken­nen­lern­ta­ge.

Je­des Jahr ver­rei­sen die Neu-BSG­ler – oh­ne El­tern – drei Ta­ge nach Furth im Wald, um dort un­ter­stützt von ih­ren Klas­sen­lei­tern und Tu­to­ren zu ei­ner Klas­se zu­sam­men­zu­wach­sen und die Grund­la­gen für ein fai­res Mit­ein­an­der in der neu­en Grup­pe zu re­geln. Doch auch der Ein­zel­ne soll bei den gan­zen Her­aus­for­de­run­gen nicht zu kurz kom­men und er selbst blei­ben. Des­halb wird das Pro­jekt der Ken­nen­lern­ta­ge seit Jah­ren von Po­li­zei­haupt­kom­mis­sar Uwe Mühl­bau­er mit­ge­tra­gen. Er fand den Weg zu den Fünft­kläss­lern, nicht weil er auf der Jagd nach Kri­mi­nel­len war, son­dern nahm sich Zeit, um den jun­gen Men­schen auf lo­cke­re, aber den­noch ein­dring­li­che Art Selbst­be­haup­tung na­he­zu­brin­gen. Ge­bannt hör­ten ihm die Fünft­kläss­ler zu und mach­ten ger­ne bei den Übun­gen mit, mit de­nen der Po­li­zei­beam­te ih­nen er­klär­te und ver­mit­tel­te, wie wich­tig es sei, sich et­was zu­zu­trau­en.

Als dann in der Ju­gend­her­ber­ge die Zim­mer ein­ge­teilt und be­zo­gen wur­den, ar­bei­te­ten die Klas­sen­ka­me­ra­den schon im Team und knüpf­ten auch neue Kon­tak­te un­te­r­ein­an­der. Auch das ers­te ge­mein­sa­me Mit­ta­ges­sen bot Ge­le­gen­hei­ten, um mal mit den­je­ni­gen, die man in der ers­ten Schul­wo­che noch nicht ganz so be­ach­tet hat­te, ins Ge­spräch zu kom­men. Da­nach ver­brach­ten die Klei­nen erst­mals län­ge­re Zeit mit ih­ren Tu­to­ren aus den zehn­ten Klas­sen. Die­se ha­ben die Auf­ga­be, den jüngs­ten BSG­lern in den ers­ten Jah­ren an der wei­ter­füh­r­en­den Schu­le zu hel­fen. Es wur­den Klas­sen­re­geln auf­ge­s­tellt und Spie­le ge­spielt. Die­se di­en­ten je­doch nicht nur dem Spaß, son­dern in ers­ter Li­nie der Ver­mitt­lung wich­ti­ger so­zia­ler Kom­pe­ten­zen, wie Em­pa­thie oder dem Lö­sen von Kon­f­lik­ten. Nach­mit­tags gab es je­doch auch kör­per­li­che An­st­ren­gung: Im Gar­ten konn­ten sich die Schü­ler frei nach Lust und Lau­ne be­we­gen. Von Vol­ley­ball über Fuß­ball bis hin zu Tisch­ten­nis war al­les da­bei. Als es dun­kel wur­de, war Mut ge­for­dert, denn es stand ei­ne Nacht­wan­de­rung an den Dra­chen­see an. Zu­rück in der Ju­gend­her­ber­ge ver­san­ken al­le, mü­de von ei­nem so er­eig­nis­rei­chen Tag, in ih­ren Bet­ten.

Am nächs­ten Vor­mit­tag wur­de ein Pla­kat für das Klas­sen­zim­mer ge­stal­tet. Fast kom­p­lett oh­ne die Hil­fe der Tu­to­ren be­spra­chen die Fünft­kläss­ler un­te­r­ein­an­der, wie sie ihr Klas­sen­zim­mer als ihr ei­ge­nes kenn­zeich­nen wol­len. Nach dem Mit­ta­ges­sen gab es ei­nen Aus­flug in der Furt­her Wild­gar­ten. Dort durf­ten die Schü­ler durch das Se­hen, An­fas­sen und Ler­nen über Tie­re und Pflan­zen ih­re in­ne­ren Ent­de­cker frei­set­zen. Bie­nen, Sa­la­man­der und so­gar Fluss­k­reb­se er­hiel­ten die vol­le Auf­merk­sam­keit der Klei­nen. Man­che Mäd­chen durf­ten ei­nen Frosch küs­sen, je­doch blieb der Traum­prinz lei­der aus.

Der letz­te Tag wur­de na­he­zu fei­er­lich be­en­det. Nach Grup­pen­spie­len und To­ben im Frei­en sch­los­sen die Tu­to­ren und Kin­der die drei Ta­ge mit Mu­sik und Tanz ab. Als al­le au­ßer Atem vom Tan­zen zu „Ma­ca­rena“­wa­ren, hieß es sch­ließ­lich: „Ab nach Hau­se, aber mit vie­len neu­en Freun­den und Ein­drü­cken im Ge­päck!“.

Auch bei den Mahl­zei­ten wur­den Freund­schaf­ten ge­sch­los­sen und ver­tieft.

Das Ju­gend­her­bergs­le­ben sorg­te für Nähe.